Das Jüdische Museum mit Ritualbad Schwedt gehört zu den Städtischen Museen Schwedt/Oder. Es befindet sich in der Gartenstraße 6. Hier befand sich einst das Gemeindezentrum der bis in die 1930er-jahre aktiven jüdischen gemeinde Schwedt. Das historische Bauensemble ist saisonal von Mai bis September (Freitag 10-16 Uhr, Sonnabend und Sonntag 14-17 Uhr) geöffnet. Jeden Sonnabend um 15 Uhr startet eine öffentliche Führung.
Schwedt gehörte im 18. und 19. Jahrhundert zu den brandenburgischen Städten, in denen ein relativ hoher Anteil jüdischer Bürger lebte. Die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur führte zur Vertreibung oder Vernichtung aller Schwedter Juden. Das einzige jüdische Museum in Brandenburg wurde 2009 eröffnet. Hier erinnert eine kleine Ausstellung an die Zeit, als Schwedt noch jüdische Bürger hatte. Im ehemaligen Synagogendienerhaus wird jüdische Alltagskultur erlebbar gemacht. Der Besucher erhält Informationen zu einzelnen Schwedter Familien und deren Rolle im städtischen Leben. Das Ritualbad oder die Mikwe ist auch eine kleine Besonderheit. Es ist das einzig erhaltene Ritualbad im Land Brandenburg. Besucher erfahren hier Näheres über die Tradition der rituellen Reinheit. Außerdem befinden sich auf dem Gelände die Grundmauern der zerstörten Synagoge. Die Stadt Schwedt/Oder plant das Bodendenkmal zu überdachen und so zugänglich zu machen.
Region: 
Brandenburg