Die Guttempler helfen ohne Ansehen der Person. Aus allen gesellschaftlichen Schichten werden Menschen suchtkrank. Die Abhängigkeit äußert sich dabei in unterschiedlichen Ausprägungen, unterschiedlicher Dauer und unterschiedlicher Intensität. Das Erkennen der eigenen problematischen Situation ist oft ein Anlass, um einen ersten Schritt in Richtung Krankheitsbewältigung gehen zu können. Dies kann ein Anruf sein, ein Kontakt mit dem gut ausgebauten professionellen Hilfesystem oder ein Besuch in einer Selbsthilfegruppe. Die Guttempler heißen jeden Menschen herzlich willkommen und bieten ihre Möglichkeiten der Hilfe an.

In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen mit vergleichbaren Problemen, um sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Dort ist es wichtig, dass sich Menschen aus verschiedenen Stadien der Erkrankung zusammenfinden. Das eigene Problem wird geschildert, und die anderen Teilnehmenden erzählen, wie sie dieses oder ähnliche Probleme gelöst haben. Durch diese Schilderungen werden Möglichkeiten aufgezeigt, aus denen jeder eine für sich richtige Lösung finden kann.

Die Beschreibungen der Wege in die Krankheit helfen denen, die schon lange abstinent leben, sich an ihre eigene Abhängigkeit zu erinnern. Wenn jene dann wiederum ihre Wege aus der Abhängigkeit schildern, hilft das den neuen Teilnehmern der Gruppe. Ein erster Schritt, die Erkrankung zu überwinden, ist es, keinen Alkohol mehr zu trinken. Dabei helfen der Austausch in der Selbsthilfegruppe sowie die Angebote der Suchtkrankenhilfe, ambulant, teilstationär oder stationär.

Ein weiterer Schritt kann die Guttempler-Mitgliedschaft sein. Sie setzt nur die alkoholfreie Lebensweise voraus. Als Guttempler wird man Teil einer weltweiten Gemeinschaft, die sich für Suchtmittelfreiheit und Verantwortung einsetzt, die begleitet, betreut und hilft. Für nicht wenige Menschen erweitert sie die Familie und schafft neue, zum Teil lebenslange Freundschaften.
Region: 
Berlin