Nahe dem Rostocker Stadtzentrum und Stadthafen gelegen, wurde 1939 das heutige 7,8 Hektar große Gelände des Botanischen Gartens eröffnet. Es ist mit seiner gartenarchitektonischen Gestaltung und einigen Sammlungen weitgehend originalgetreu erhalten geblieben und wurde inzwischen unter Denkmalschutz gestellt. Entsprechend stattlich haben sich viele Sträucher und Bäume des Arboretums entwickelt, die damals gepflanzt wurden und jetzt eine malerische Kulisse vieler Anlagen bilden. Kleine Landschaften im Garten entstehen auch durch das bewegte natürliche Relief und dessen natürliche Standortsgunst.

Der Botanische Garten gehört als wissenschaftliche Einrichtung für Lehre, Forschung, Erhaltung seltener Pflanzenarten und Bildung über den Wert der Biodiversität zur Universität Rostock. Im Westen entspringt der Kayenmühlengraben in einer orchideenreichen Nasswiese und fließt durch Bruchwald, Arboretum und mehrere Teiche. Vom höchsten Punkt des Alpinums hat man einen guten Blick über Japangarten, Halbtrockenrasen, systematische und Heilpflanzen-Abteilung bis hin zu den Loki-Schmidt-Gewächshäusern. Hier sind Pflanzen aus den Tropen und Wüsten der Erde zu bewundern, von denen viele aus Afrika, Madagaskar und von den Kanaren stammen, darunter auch zahlreiche Nutzpflanzen. Die Pflanzenpflege ist rein biologisch.
Führungen und Veranstaltungen finden vorzugsweise an Sonntagen statt, bei denen auch die Freunde des Plattdeutschen auf ihre Kosten kommen können. Die alljährliche Landespilzschau Ende September ist die größte Norddeutschlands.
Region: 
Mecklenburg-Vorpommern