Zielgruppe sind Schüler ab Klasse 7, insbesondere solche, die in schwierigen häuslichen Verhältnissen groß werden. Der Migrationshintergrund spielt sicher oft eine Rolle, ist aber nicht vordergründig von Bedeutung. Das Diskussionsforum kann auch Jugendliche verschiedener Gruppenzugehörigkeit zu Gesprächen miteinander bringen.

Wir schaffen an Schulen einen Ort, an dem Fragen ohne Tabus gestellt werden dürfen. Vertrauenspersonen mit Fachwissen vermitteln Sachverhalte, die im Unterricht möglicherweise zu kurz kommen und über die zu Hause nicht gesprochen wird. Fragen nach der Identität – woher komme ich – wohin will ich – wohin kann ich kommen – welche Zukunft stelle ich mir vor, werden aus der Sicht des Einzelnen und der Gruppe beleuchtet. Welche Themen besprochen werden, entscheiden die Teilnehmer/innen.

Ziel hierbei ist der Abbau von Rassismus, Ressentiments und allen Formen der Ausgrenzung und Stigmatisierung. Dazu müssen sich die Jugendlichen Ihrer eigenen Identität und ihrer Stärken bewusst werden. Dadurch wird ihre Fähigkeit, Probleme und Konflikte zu lösen, gestärkt und sie werden zu einer demokratischen Diskussionskultur befähigt. Die Jugendlichen erhalten durch ein stärkeres Selbstvertrauen in ihre Individualität einen festen Standpunkt in ihrem sozialen Gefüge und werden stabiler in ihrem Sozialverhalten und kompetenter in kontroversen Diskussionen. Entladung in Aggression wird reflektiert und Ursachen werden beleuchtet.

Die Fachkräfte des Projektes treffen sich mit den Schulsozialarbeitern und Vertrauenslehrern, um das Projekt vorzustellen. Die Angebote werden in den Klassen kommuniziert und können auch mit Unterrichtsaufträgen oder Unterrichtsthemen verknüpft werden. Das Gesprächsangebot wird momentan 1 -2 mal pro Woche durchgeführt, jeweils circa 2 Stunden mit bis zu 12 Schülern. Einmal im Monat gibt es ein Fachkräftetreffen zwecks Auswertung und Schlussfolgerung für eine konstruktive Weiterentwicklung des Projektes.